Foto: © Universität Wien/Lorenz Dopplinger

Vielfältiges Lehrangebot

Das Fach "Rechts- und Verfassungsgeschichte der Neueren Zeit" vermittelt die Entwicklung des Rechts im heutigen Österreich mit ihren europäischen Verflechtungen. Die historisch bedingte Zweiteilung der meisten Rechtsordnungen in Öffentliches Recht und Privatrecht bestimmt auch den rechtshistorischen Lehrstoff. Er wird in zwei Teilgebieten angeboten:

Die Geschichte des öffentlichen Rechts behandelt die österreichische Verfassungsgeschichte mit ihren Grundlagen und in ihrem europäischen Rahmen, wobei insbesondere die Entwicklungen seit Österreichs erster formeller Verfassung 1848 betrachtet werden. Dabei geht es vor allem um verfassungsrechtliche Grundstrukturen.

Die Privatrechtsgeschichte behandelt hauptsächlich die Entwicklung des Privatrechts im engeren Sinn (Bürgerliches Recht) sowohl unter dem Aspekt der Wissenschaftsgeschichte als auch des tatsächlichen Rechtslebens aufgrund der für das Privatrecht typischen Vertragsautonomie. Zu einem wesentlichen Element zählt in beiden Bereichen das Verhältnis zwischen normativer Ordnung und tatsächlichem Rechtsleben.

Neben der Einführung in das geltende Recht auf historischer Basis vermittelt das Fach Rechtsgeschichte auch die Einsicht in andere Rechtskreise, etwa das Common Law, sowie in andere Gestaltungsmöglichkeiten. Es macht also bewusst, dass das geltende Recht kein absolutes ist.

Aufbauend auf den Pflicht-Lehrveranstaltungen bietet das Lehrveranstaltungsangebot durch Kurse, Ring- und Spezialvorlesungen sowie Seminare die Möglichkeit, die bereits erworbenen rechtshistorischen Kenntnisse zu erweitern und zu vertiefen.