Call for Papers zum Workshop "Bosnien und Herzegowina als rechtlicher Zwischenraum?"

13.09.2026

Kamila Staudigl-Ciechowicz | Martin Löhnig

11. und 12. Dezember 2026

 

Profil der Beiträge

Willkommen sind quellengestützte Untersuchungen zu einer zeitlich, sachlich und institutionell begrenzten Konstellation. Ein Vorschlag sollte nicht nur Zeitraum und Gegenstand benen-nen, sondern erläutern, welche konkrete Nicht-Deckung von Herrschaft, Normgeltung, Zu-ständigkeit und Praxis untersucht wird und welchen zusätzlichen Erkenntniswert die Katego-rie „Zwischenraum“ gegenüber Begriffen wie Rechtspluralismus, Rechtstransfer, Kolonial-herrschaft, Föderalismus oder Transformation besitzt. Ebenso erwünscht sind Beiträge, die Grenzen der Kategorie sichtbar machen oder zeigen, dass ein vermeintlicher Zwischenraum durch Vereinheitlichung, Zentralisierung oder routinierte Praxis gerade geschlossen wurde. Nicht angestrebt sind allgemeine Erzählungen von Bosnien und Herzegowina als „ewiger Brücke“ zwischen Ost und West oder bloße Inventare osmanischer, habsburgischer, jugoslawischer und internationaler Einflüsse. Im Zentrum sollen vielmehr konkrete rechtliche Verfahren, Institutionen, Konflikte, Übersetzungen und Handlungsstrategien stehen.

Der Workshop richtet sich an Forschende aus Rechtsgeschichte, Allgemeiner Geschichte, Südosteuropastudien,Islamwissenschaft, Rechtsanthropologie, Rechtssoziologie, Politikwissenschaft, Verfassungs- und Völkerrecht sowie benachbarten Disziplinen. Beiträge aus allen Qualifikationsstufensind willkommen.

Arbeitssprachen sind Deutsch und Englisch. Einreichungen können bis 30. September 2026 per E-Mail an kamila.staudigl-ciechowicz@univie.ac.at oder martin.loehnig@ur.de geschickt werden.