Im März/April 2026 war Prof. Lena Foljanty erneut als Gastprofessorin an der Keiô Universität in Tokyo und gab ein Seminar, in dem gemeinsam reflektiert wurde, wie eine kritische Geschichtsschreibung der juristischer Methodenlehre in vergleichender Perspektive aussehen könnte. Mit einer Gruppe von Studierenden und Professor*innen besprach sie Ansätze der Historiografie wie etwa Reinhart Kosellecks Begriffsgeschichte und Ludwik Flecks Wissenschaftssoziologie, sowie Texte Joachim Rückerts zur Autonomie des Rechts und zu Methodenfragen als Verfassungsfragen. Die japanischen Teilnehmer*innen ergänzten die Debatten um fruchtbare Perspektiven aus ihren Forschungsprojekten zur Entwicklung juristischer Methoden im Japan des 20. Jahrhunderts.
Das diesjährige Seminar beschließt eine dreijährige Veranstaltungsreihe. 2024 gab Prof. Foljanty an der Keiô Universität ein Online-Seminar zu Methoden und Ansätzen der globalen Rechtsgeschichte, und 2025 befasste sich ihr Seminar in Tokyo mit Möglichkeiten und Herausforderungen von vergleichender Rechtsgeschichte und Rechtsvergleichung. Hieraus hat sich ein fruchtbarer Austausch ergeben, an den zukünftig weitere Kooperationsformen anknüpfen werden.
