Wahlfachkorb

Europäische und vergleichende Rechtsgeschichte

Die Rechtsgeschichte zählt zu den juristischen Grundlagenfächern, deren Bedeutung vor allem in Hinblick auf die zunehmende Internationalisierung der Juristenausbildung zu sehen ist. Die rechts-vergleichende Beschäftigung mit dem historischen Recht schafft die Basis für die kritische Reflexion der rechtlichen Ordnung in einer globalen Welt. Denn das Wissen um die komplexen Grundlagen der europäischen und österreichischen Rechtsordnung, ihr Wesen und ihre jeweiligen Unterschiede, ist heute wichtiger denn je.

Der Wahlfachkorb „Europäische und vergleichende Rechtsgeschichte“ bietet sich im übrigen für alle diejenigen an, die ein besonderes Interesse an historischen und rechtstheoretischen Fragestellungen haben und die Zeit ihres Studiums demgemäß als Chance verstehen, sich auch einmal mit nicht unmittelbar anwendungsbezogenen Aspekten der Rechtswissenschaft zu beschäftigen.

Aufbau

Der Wahlfachkorb ist hinsichtlich des Angebots an Lehrveranstaltungen in einen Kernbereich und einen Wahlbereich gegliedert.

Kernbereich

umfasst sechs Stunden und besteht ausschließlich aus Spezial- und Ringvorlesungen sowie Kursen.

Lehrveranstaltungen des Kernbereiches führen primär in die Breite und Vielfalt des rechtshistorischen Stoffes ein, die Lehrveranstaltungen aus dem Wahlbereich dienen vor allem der stärker akzentuierten Vertiefung des Stoffes und bieten die Möglichkeit, sich entsprechend individuellen Interessen mit einem Thema intensiver zu beschäftigen.

Wahlbereich

umfasst sechs Stunden, wovon mindestens vier Stunden in Form von Seminaren zu absolvieren sind.

Zwei Stunden können auch aus den überschüssigen Lehrveranstaltungen des Kernbereichs gewählt werden. Zu den anrechnungsfähigen Veranstaltungen des Wahlbereiches zählen alle innerhalb der Juristischen Fakultät angebotenen Lehrveranstaltungen zur Vertiefung der Historischen Kompetenz

Organisatorisches

Der Wahlfachkorb „Europäische und vergleichende Rechtsgeschichte“ ermöglicht eine Schwerpunktausbildung zum Erwerb eines Zusatzdiploms. Er ist so konzipiert, dass er grundsätzlich innerhalb eines Studienjahres (Winter- und Sommersemester) absolviert werden kann.

Die Entscheidung über die Anrechnung von sonstigen Lehrveranstaltungen für den Wahlfachkorb obliegt nach Einzelfallprüfung dem Koordinator des Wahlfachkorbes, Prof. Thomas Simon (in seiner Vertretung ao. Prof. Ilse Reiter-Zatloukal).

Es genügt, den ausgefüllten WFK-Pass samt Sammelzeugnis am Institut abzugeben. Der Pass wird geprüft und von Herrn Prof. Simon gesamtunterzeichnet (Einzelunterschriften sind also nicht erforderlich) und danach direkt vom Institut ins Dekanat gebracht (der "fertige" WFK-Pass muss nicht mehr abgeholt werden).